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*WOBI Sterzing
Wettbewerb

Ort: Sterzing

Teilnahme: 2017

Städtebau:

Der Neubau von 13 Wohnungen folgt dem Straßenverlauf der Margarethen-straße und der städtebaulichen Verbauung der Nachbargebäude. Ein linearer Anschluss an die Nachbar-gebäude wird durch das Projekt bewusst gesucht und erreicht. Somit wird auch der Straßenraum der Margarethenstraße in seiner Form geschlossen und durch das neue Gebäude definiert. Es entsteht ein neuer städtischer Straßenraum. Zudem erhält das Gebäude durch die lineare Anordnung  eine optimale Nord- Süd Ausrichtung und damit auch eine ganztägige und für alle Wohnungen optimale Besonnung.

 

Der Geländeverlauf mit einem Höhenversatz von der Margarethen-straße zur tiefer liegenden Seitenstraße Weg in die Vill Straße wird optimal für das Gebäude ausgenutzt. Im Erd-geschoss befinden sich die Garten-wohnungen und im hinteren Bereich (unter der Erde vergraben) der Kellerbereich mitsamt Gemeinschafts-räumen und Technikanlagen. Dadurch wird einerseits Kubatur gespart und gleichzeitig der Aushub im Gelände auf ein Minimum reduziert. Im 1.Obergeschoss (auf Straßenniveau der Margarethenstraße) befinden sich die Zugänge zur Wohnanlage. Gleichzeitig befinden sich hier auch die Mehrzahl der geforderten Parkplätze. Die Parkplätze wurden bewusst oberirdisch angelegt (eine leichte Überdachung könnte man anbringen). Dadurch erspart man sich den Bau einer kostenintensiveren Tiefgarage. Der Aushub im Gelände wird damit geringer und der städtebauliche wie geologische Eingriff so sanft wie möglich gehalten.

 

Das Wettbewerbsgelände erhält zusätzlich zum Baukörper eine Wegverbindung, welche die nördlich gelegene Margarethenstraße mit dem südlich gelegenen Riesenbachlweg verbindet. Dadurch werden die südlich gelegeneren Wohnhäuser direkt mit dem restlichen Siedlungsgebiet ver-bunden und das Quartier wächst zusammen. Am Weg kann auch ein Spiel und Sportplatz angeordnet werden. Darunter hätten die Garagen-plätze (aufgrund des Höhensprungs im Gelände) der Nachbarparzelle 139 Platz.

Funktionale Aspekte:

Die Orientierung des Wohnungen erfolgt in Nord- Süd Richtung. Richtung Süden, von der Straße abgewandt, befinden sich die Aufenthaltsräume der Wohnungen, Balkone und Gärten der neuen Wohnanlage. Richtung Norden befinden sich die Schlafräume und Bäder der Wohnungen. Im Norden werden auch die Hauptzugänge zum Gebäude und die erforderlichen Parkeinheiten angeordnet, im Erdgeschoss Keller und Nebenräume. Die Erschließung erfolgt über 2 getrennt voneinander funktionierende Treppenhäuser mit Aufzuganlage.  Es werden für eine optimale, flexible Nutzung des Gebäudes 2 Treppenhäuser angeordnet. Die mittlere Wohnung von 90 Quadratmeter lässt sich in 2 Wohneinheiten aufteilen. Dadurch erhält man eine flexiblere Nutzung des Wohnungsgrundrisses in der Planung (plus 1 Wohneinheit), gleichzeitig lässt sich auch eine größere Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt wieder in 2 Wohnungen trennen.

 

In der Wohnanlage finden 13 Wohnungen Platz. Der Wohnungs-schlüssel stellt sich folgendermaßen dar:

- 3 Wohnungen zu 90 m2

- 6 Wohnungen zu 59 m2

-  4 Wohnungen zu 50 m2

 

Die zur Verfügung stehende Kubatur wird mit 4172 m3 fast zur Gänze ausgenützt. Die maximale Gebäudehöhe (mittlere Höhe) mit 10.20 m wird eingehalten, ebenso die maximal überbauter Fläche mit 339 m2.

Architektur:

Der Baukörper präsentiert sich einfach, linear und erhält durch auskragende Balkone an der Südseite und durch vorspringende Erschließungstürme an der Nordseite eine Rhythmisierung  bzw. Adresse der Fassade. Die Fenster werden bodentief und raumhoch ausgeführt und ermöglichen damit einen optimale Belichtung. Die Fassade wird als Putzfassade angedacht, mit der Möglichkeit der feineren Gestaltung der Oberfläche derselben.

 

Die Treppenhäuser mit Aufzugsanlage schließen an die von außen gut erkennbaren Erschließungstürme an. Die Verbindung der 2 Erschließungsachsen erfolgt über einen nördlich angelegten Verbindungs-korridor, ausgestattet mit einer vorgesetzten Glasfassade. Das Gebäude erhält hiermit einen Bruch der Linearität und die Fassade wird damit aufgelockert.

In Zusammenarbeit mit Architekt Werner Dapoz